Bunt und lebendig:

Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Fatima in Wiebelskirchen

1939 machten die Menschen in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit / Wiebelskirchen ein Gelübde in Kriegsnot an die Gottesmutter:

"Wenn wir die Heimat nicht verlassen müssen, das Gotteshaus und die Wohnstätten der Menschen über das Kriegsgeschehen erhalten bleiben, geloben wir Maria, Hilfe der Christen, der himmlischen Schutzfrau, in unauslöschlicher Dankbarkeit, ein Heiligtum zu errichten."

Die Erfüllung des Gelübdes wurde dann zehn Jahre später vorbereitet durch die Errichtung der ersten Marienkapelle auf dem Vorplatz der Kirche. Zugleich wurde eine Fatima-Statue in Portugal bestellt. Diese wurde vom Künstler Antonio Alves Braga (Portugal) aus Zedernholz gemeißelt.

Am 13. Mai 1950 wurde dieses Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Fatima in einem Triumphzug in der auf dem Vorplatz der Dreifaltigkeitskirche erbauten Kapelle zur Verehrung aufgestellt. Das Bild der Königin des Friedens sollte auf dem weiten Vorplatz der Pfarrkirche zukünftigen Geschlechtern Zeugnis dafür sein, dass unsere Vorfahren im katholischen Glauben in schweren Zeiten auf die mütterliche Hilfe Marias vertrauten. Am 13. Mai 1951 war die feierliche Krönung der Fatimastatue durch den päpstlichen Visitator Schulien.

Aus der ursprünglichen Gebetsstätte entstand so die jüngste Wallfahrtsstätte im Saarland. Seit 1950 kamen und kommen Pilger und Pilgerinnen von nah und fern in den Monaten Mai bis Oktober, jeweils am 13. eines Monats, zu dieser Gnadenstätte, um die "Botschaft von Fatima" lebendig zu erhalten:

"Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium". (Mk 1,15)